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Adoptionen

Die Zahl der adoptierten Personen hat in der Schweiz von 1980 (1583) bis 2016 (363) um mehr als dreiviertel abgenommen. Im Kanton Thurgau nahm die Zahl von 1980 (55) bis 2016 (13) ebenfalls um mehr als dreiviertel ab. Dafür gibt es mehrere Gründe: In dieser Zeit hat die Reproduktionsmedizin enorme Fortschritte gemacht - immer mehr Kinder entstehen durch künstliche Befruchtung. Zudem hat die Zahl der unerwünschten Schwangerschaften abgenommen und gleichzeitig ist die gesellschaftliche Akzeptanz für alleinstehende Mütter gestiegen. Weniger Frauen fühlen sich daher gezwungen, ihr Kind abzugeben. Ferner trat für die Schweiz 2003 das Haager Adoptionsübereinkommen in Kraft. Demnach darf ein Kind erst zur internationalen Adoption freigegeben werden, wenn im Herkunftsland alle Massnahmen gescheitert sind, dem Kind den Verbleib in seiner bisherigen Familie zu ermöglichen oder eine geeignete Aufnahmefamilie zu finden.